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Die Brüder

Die Creartoren sind der gemeinsame Auftritt der Brüder Nitschmann. Auf dieser Website zeigen wir Entwürfe und Studien, die mit Form, Bild und Material arbeiten. Die Seiten halten Entscheidungen fest, ohne aus jeder Studie eine fertige Anwendung zu machen.

Werkbank im Atelier mit Papierbögen, Graphitstiften und einer hellen Gipsform.
Auf der Werkbank: Papier, Graphit, ein heller Gipskörper. Bildnachweis: Die Brüder Nitschmann.
Draufsicht auf einen Tisch mit Papierausschnitten, Transparentpapier und einem blauen Reststück.
Zuschnitte, Zwischenstände, Reststücke. Bildnachweis: Die Brüder Nitschmann.

Jedes Thema erhält eine eigene Bildsprache. Eine fotografische Objektstudie untersucht Licht und Oberfläche. Die Collage setzt Flächen und Schnittkanten zueinander. Zeichnungen machen Konturen sichtbar. Eine Druckstudie hält sich an wenige Farben. Die Notizen führen einzelne Fragen weiter. Sie sind mit den passenden Studien verbunden und bleiben offen für eine zweite Lesart.

Wie wir arbeiten

Wir sitzen an gegenüberliegenden Seiten desselben Tisches. Eine Kleinigkeit, die trotzdem alles bestimmt. Wer gegenüber sitzt, sieht das Blatt des anderen auf dem Kopf. Ein Fehler fällt dabei früher auf als in einer Reihe von Entwürfen, die nacheinander entstehen.

Eine Studie beginnt bei uns mit einer Beobachtung, nicht mit einer Idee. Ein Schatten an einer Kante, eine Papierlage, die zu viel verdeckt, ein Blau, das die falsche Fläche besetzt. Aus dieser Beobachtung wird eine Frage, aus der Frage eine Reihe. Erst am Ende steht ein einzelnes Bild, das die Reihe zusammenfasst.

Wir arbeiten langsam an wenigen Dingen. Vier Werkreihen und zehn Texte sind für uns kein kleiner Bestand, sondern das Ergebnis von achtzehn Monaten, die im Winter 2025 begonnen haben. Was nicht trägt, bleibt in der Schublade. Ein Archiv ist nur dann brauchbar, wenn es auch erklärt, was nicht aufgenommen wurde.

Die Werkstatt

Unsere Werkstatt liegt in Frankfurt am Main, in einem Hinterhaus mit Nordfenster. Das Licht ist den ganzen Tag gleichmäßig und wird ab dem späten Nachmittag weich. Für Objektaufnahmen ist das der beste Zustand, den wir ohne Technik herstellen können. Gips, Papier, Graphit und die Siebe für den Druck lagern im selben Raum. Das ist praktisch und hat eine Nebenwirkung: Material gerät in Bilder, die es ursprünglich nicht vorgesehen hatten.

Die Redaktion

Die Notizen erscheinen unter der Autorenzeile der Brüder Nitschmann oder unter den Namen von fünf Kolleginnen und Kollegen, die jeweils ein Feld betreuen. Marlene Kolb schreibt über Zeichnung und Prozess. Tobias Renk über Farbe und Druck. Ilse Brandner über Papier und Collage. Hedwig Sarn über Material und Oberfläche. Jonas Feld steuert die Beiträge zu digitalen Entwurfsmethoden bei. Die Texte werden gemeinsam gelesen. Was nicht überzeugt, wird nicht geglättet, sondern verworfen.

Zwei Stühle an einem Werktisch im Streiflicht, daneben eine Wand mit angehefteten Blättern.
Zwei Plätze, ein Tisch. Die Wand daneben sammelt Zwischenstände. Bildnachweis: Die Brüder Nitschmann.